Touch for Balance

Tierpsychologie


Marisol wird desensibilisiert

Bilaterale Hirn-Stimulierung für Tiere (Tierpsychologie)

Marion Granzow wendet bei der Stute Marisol "Touch tor Balance" für die Desensibilisierung an.
Durch sanfte (Touchs) im Kopfbereich werden viele Gehirnzellen angesprochen und dadurch eine gleichzeitige Koordinationstätigkeit der beiden Gehirnhälften erreicht.

Grundidee des Ganzen ist:

Eye Movement

Auf Basis wacher REM-Phasen hat die amerikanische Psychotherapeutin Francine Shapiro die Methode Eye Movement Desensitization and Reprocessing Methode, (EMDR genannt) für die Therapie von posttraumatischen Belastungsstörungen entwickelt. Weltweit zählt dieses Verfahren heute zu den effektivsten und am besten erforschten Interventionen zur Überwindung von Stress Reaktionen nach Gewalttaten, Unfällen, Naturkatastrophen und Kriegserlebnissen. Francine Shapiro erhielt für ihre Entwicklung im Jahre 2002 den internationalen Freud-Preis.

Wingwave

Cora Besser-Siegmund initiierte Hin- und Herbewegung der Augen, Muskeltest kombinier1 mit Bio-Feedback-Verfahren wie Muskeltest oder Pulsreaktion. Weitere Möglichkeiten taktile Links-Rechts-Interventionen

Butterfly-Technik

Hierbei werden die Arme vor der Brust gekreuzt und im abwechselnden Takt die Oberarme oder Schulter sanft links-rechts geklopft.

Johler-Methode

Der Kopf wird in beide Hände gelegt. Die Handballen stützen hierbei leicht das Kinn und die Fingerspitzen berühren die Schläfen. Mit dem Mittel- oder Ringfinger werden nun die Punkte vor dem Ansatz der Ohrmuschel getappt.

  • Weiterentwicklung für die Therapie von gestressten und verhaltensauffälligen Tieren
  • Bilaterale Hirn-Stimulierung für Tiere (Marion Granzow)

Granzow-Methode (Tierpsychologie)

Durch sanfte (Touchs) im Kopfbereich werden viele Gehirnzellen angesprochen und dadurch eine gleichzeitige Koordinationstätigkeit der beiden Gehirnhälften erreicht. Die sehr schnell einsetzenden positiven Effekte des Patienten halten über Monate stabil an, wie eine neue Studie an 100 getesteten Tieren gezeigt hat. Die Wirkmechanismen beruhen auf nachvollziehbaren Verarbeitungsmustern unseres Gehirns und unseres gesamten Nervensystems. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Mensch und Vierbeiner in der REM-Phase die Augen schnell hin und her bewegen. Diese Traumphase ermöglicht Mensch und Vierbeiner die Tageserlebnisse zu verarbeiten. Die Anatomie der Gehirnstrukturen bei Mensch und Tier unterscheidet sich nicht wesentlich. Affen, Hunde, Schweine und Katzen haben eine ähnliche Gehirnanatomie. Somit auch eine Ähnlichkeit der Reizweiterleitungen und dessen Umsetzung auf den Bewegungsapparat und auf das Gehirn.

Marion Granzow: Tierpsychologin, Tierverhaltenstherapeutin, Tiertrainerin

Ausführung

Die Interventionen führt man nicht "einfach so" durch. Sie entfalten ihre therapeutische Wirkung erst im Zusammenhang mit einer exakten Diagnostik. Das Erkennen, wann, wie oft, wie lange und in welchem Bereich des Kopfes getoucht werden soll, verlangt eine fachliche Ausführung. Einen kurzen Film zu diesem Thema, gedreht von "Hamburg 1" finden Sie unter:


"Aktuelle Themen in den Medien" (TV) 04.08.2006 - Behandlung eines Pferdes

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