Trennungsängste bei Hunden
Trennungsängste bei Hunden aus psychologischer Sicht
Hunde mit solchen Ängsten werden als sehr liebevolle, anhängliche Wesen beschrieben.
Sie folgen ihrem Frauchen und Herrchen auf Schritt und Tritt und bleiben nicht alleine in einem Raum. Sein Schlafplatz ist im Schlafzimmer der Besitzer oder direkt im Bett. Versperrt ihm eine geschlossene Tür den Weg, beginnt er sofort daran zu kratzen und ihm wird die geschlossene Tür geöffnet. Zusammengefasst: Er möchte nicht alleine im Raum verweilen, obwohl jemand zu Hause ist und dies wird ihm auch gewährt. Die Besitzer freuen sich über die Anhänglichkeit, müssen sie jedoch einige Stunden ausser Haus, gebärdet der Vierbeiner sich wie ein Zerstörer.
Das alleingelassene Tier fühlt sich dann derart bedroht und ist extrem erregt. Bei machen Hunden fängt dies eher harmlos an, da wird vielleicht zuerst ein Schuh zerkaut oder an Tischbeinen genagt. Andere Tiere zerfetzen und zerstören die Wohnungseinrichtung, erleichtern sich und verunreinigen die Wohnung oder beginnen mit Selbstverstümmelung. Das innere Gleichgewicht gerät völlig aus den Fugen und das Tier versucht sich durch Ersatzhandlungen abzulenken. bei instabilen Menschen kann man andere Ersatzhandlungen beobachten, wie zum Beispiel Alkohol- oder Nikotinmissbrauch oder Nägelkauen.
Den Hund für seine Schandtaten zu betrafen, wäre ein Fehler. Es bleibt nur die Verhaltensstörung zu ändern, indem man ihn erzieht und natürlich auch das eigene Verhalten korrigiert.
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Ihre Tierpsychologin, Verhaltenstherapeuthin und Heilpraktikerin
Marion Granzow
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